
Frisch aus Ecuador in die Berge Tirols zurückgekehrt und meinen Einsatz in Gedanken revuepassierend bleibt es mir nur DANKE zu sagen.
Meine Reise nach Ecuador war eine Erfahrung des Aufbruchs und des Heimkommens. Die Türen öffneten und schlossen sich in einem schnellen Tempo, in dem ich von einer Welt in die andere schritt. In dieser Zeit lernte ich viele verschiedene Menschen kennen, lebte in einer fremden Kultur, hatte Herausforderungen zu bewältigen und durfte vor allem die Herzlichkeit und Dankbarkeit der Ecuadorianer empfangen. Egal wie wenig manche Menschen dort besitzen, sie lehrten mir das Leben als ein Geschenk zu betrachten und es mit Liebe und Fröhlichkeit zu füllen. In meinem Herzen hat dieses Land mit all meinen Erfahrungen einen besonderen Platz bekommen, die mein Leben hier in Österreich prägen.
Zum Schluss möchte ich mich bei euch, meinen Lesern, bedanken, die ihr mich meine Reise über begleitet und mit euren Beiträgen immer wieder ermuntert habt weiterzugehen, und mir das Gefühl gabt, auf meinem Weg nicht alleine zu sein!
Donnerstag, 27. März 2008
Mein letzter Bericht
Eingestellt von
... die Lisi
um
14:55
4
Kommentare
Mittwoch, 20. Februar 2008
Eine besondere Freundin

In letzter Zeit sprach ich mit Glori viel ueber die Migrationsstroeme, die von Ecuador aus in die USA, Spanien und Italien gehen. Auch in unserem Oratorium ist es ein brisantes Thema. 150 Kinder der Schule "Sor Teresa Valsé" haben ein oder beide Elternteile im Ausland, die arbeiten und Geld schicken. Glori erzaehlte mir, dass viele junge Menschen ihres Dorfes (400 Einwohner) nach Nordamerika auswandern. Allein in ihrer Familie befinden sich sechs Cousins in der USA. Burschen, die sich 12 000$ fuer die fuerchterliche Reise ausleihen, die bis zu einem halben Jahr dauern kann und nicht selten in den Tod fuehrt. Hier eine unglaubliche Summe!
Eingestellt von
... die Lisi
um
14:35
4
Kommentare
Montag, 21. Januar 2008
Die MUSIK in meinem Voluntariatseinsatz
Am selben Tag noch trug Sor Inés, meine Ansprechschwester, in meinen Stundenplan fuer Samstag “Taller de Musica” (Musikkurs) ein und mir wurde aufgetragen, einen Chor zu halten und den Kindern Musikinstrumente naeherzubringen. Dabei gab es jedoch anfangs einige Schwierigkeiten:
1. war mein Spanisch noch nicht sehr ausgereift und ich verstand zwar einzelne Woerter, jedoch nicht ganze Saetze, 2. hatten die Lieder Texte, jedoch keine Partitur, 3. standen uns ausser einem Keyboard, Rasseln und zwei Gitarren ohne Saiten keine weiteren Instrumente zur Verfuegung. So suchte ich mir Gehilfen und gemeinsam gruendeten wir M
usikunterricht in Gitarre, Klavier und Violine fuer insgesamt 45 Kinder und Jugendliche. Es wurden Instrumente gekauft und von Samstag zu Samstag lernten wir neue Lieder im Chor, meine Geigenschueler begannen leere Saiten zu streichen und im Gitarren- und Klavierunterricht (die Victor und Davíd halten) ging es voran. Ich habe heute neun Schueler, aufgeteilt auf Vormittag und Nachmittag, die leichte Stuecke spielen koennen. Mit viel Motivation und Begeisterung kommen sie jeden Samstag, spielen auf unseren zwei gekauften Violinen (fuer je 60 $) und lernen dabei die Musik naeher kennen.Auch bei den Sonntagsmessen mache ich tolle musikalische Erfahrungen. Jeden Sonntag darf ich mit der Musikgruppe des Oratoriums die Messe gestalten, was mir sehr viel Spass macht und als Hoehepunkt meiner Woche gilt. Meine Musikfreunde schenkten mir sogar eine KEMA (ecuadorianische Floete) und kopierten mir ecuadorianische Musik, um dieses neue Musikinstrument fleissig zu trainieren.
Wie ich schon in meinem ersten Bericht schrieb, ist die Musik in Ecuador sehr wichtig. Im Oratorium sitzen junge Burschen mit der Gitarre auf einer Bank und singen selbstkomponierte Lieder und die Musikband kommt seit 30 Jahren jeden Sonntag hier zusammen, um gemeinsam die Sonntagsmesse zu gestalten. Die Musik verbindet und es ist schoen, auf einem fremden Kontinent Freunde der Musik zu treffen, da sie, ohne Ruecksicht auf Sprache, Mentalitaet, etc., zu deinen Freunden werden. Wenn es sonst hier in mancher Kinderleben nicht viel Schoenes gibt, die Musik bringt Freude, Gemeinschaft und spricht die Sprache der Seele.
Eingestellt von
... die Lisi
um
14:35
4
Kommentare
Donnerstag, 10. Januar 2008
Expedition in den Oriente Ecuadors

Eingestellt von
... die Lisi
um
20:35
56
Kommentare
Dienstag, 1. Januar 2008
Meine Zeit mit EVA!!!
Eingestellt von
... die Lisi
um
20:03
4
Kommentare
Montag, 24. Dezember 2007
Weihnachten in Cuenca
Weihnachten am anderen Ende der Welt ist auf alle Faelle ein anderes als das unsere. Zum Einen fehlen die Weihnachtskekse (deshalb habe ich hier einige gebacken :) ) und der Schnee, zum Anderen feiern wir hier in der lateinamerikanischen Welt mit ecuadorianischer Mentalitaet!! Die Villancicos (Weihnachtslieder) sind mit viel Rythmus und froehlichem Gesang, die Krippen werden mit vielen bunten Lichtern verziert (fast schon kitschig), es gibt riesige Festumzuege in jeder Stadt und ich erlebte in der Schule und im Oratorium mehr als fuenfzehn Weihnachtsspiele, die die Verkuendung des Engels, den Besuch Marias bei Elisabeth, die Herbergssuche, die Geburt Christi und die heiligen drei Koenige beinhalteten. Jeden Tag gut vorbereitet von einer anderen Gruppe gespielt.
en war vor Allem das Zusammenstellen von "Fundas de Caramellos" fuer die armen Kinder. Zusammen mit meiner Voluntaersfreundin Sofía fabrizierte ich mehr als tausend Weihnachtssackerln mit Suessigkeiten, aber auch mit Kleidung und Essen. Gestern am Nachmittag kamen viele arme Menschen der Strasse, um die Geschenke entgegenzunehmen. Buben mit Material zum Schuheputzen, Maedchen mit juengeren Geschwistern und zerschlissener Kleidung und Frauen und Maenner, die grosse Beutel mit sich schleppen, die ihren ganzen Besitz beinhalten.
Eingestellt von
... die Lisi
um
16:47
2
Kommentare
Sonntag, 16. Dezember 2007
Fotos de Sigsig-ein kleines Dorf in der Naehe Cuencas

Das Wetter und die Landschaft in der Sierra :) meistens herrscht in der Frueh eisige Kaelte, zu Mittag Hitze und am Nachmittag verschwindet die Sonne und macht dem Regen Platz!!

Die Spezialitaet der Ecuadorianer: GUÍ
auf Deutsch: Meerschweinchen :)
mit Kartoffeln und Salat .

Eine Frau vom Campus, die ihre Tiere nach Hause bringt. Wir befanden uns hier auf einer Bruecke und beobachteten gerade Frauen, die ihre Kleider im Fluss waschen.
Eingestellt von
... die Lisi
um
06:37
3
Kommentare







